Konzentration

Den Satz: „Wenn Peter oder Klara sich nur richtig beim Lesen, Schreiben und Rechnen konzentriert, macht er oder sie auch fast alles richtig“ höre ich in der Beratungspraxis fast in jedem Elterngespräch. Die Lernschwierigkeiten werden oftmals mit Konzentrationsschwierigkeiten in Zusammenhang gebracht. Auf genauere Nachfrage ergibt sich meist, dass es kein grundsätzliches Problem gibt sich zu konzentrieren. Bei den Dingen, die die Kinder interessieren gelingt dies zum Erstaunen der Erwachsenen durchaus gut und das auch über einen langen Zeitraum hinweg. Dieses Phänomen macht deutlich das Konzentration durchaus etwas mit dem fokussierten Interesse des Kindes zu tun hat. Bleibt die Frage offen, was aber nun mit den Bereichen geschehen soll, denen das Kind nur mit Mühe sein Interesse und Aufmerksamkeit schenkt?

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass auch wir Erwachsenen uns nicht über einen unbegrenzten Zeitraum konzentrieren können. Beschäftigen wir uns mit Routinearbeiten reicht die Konzentration länger, wird es knifflig und müssen wir uns mit unbekannten Inhalten auseinandersetzen oder anstrengen, sind auch wir schneller erschöpft müssen eine Pause machen oder lenken uns auf andere Art und Weise ab.

Ähnlich ist es für Kinder: Ihre Konzentrationsspanne ist natürlich kürzer und auch schneller „verbraucht“ wenn es knifflig oder kompliziert wird. Dies ist im Regelfall bei den Fächern bei denen das Kind sich von Hause aus schwerer tut, schnell sichtbar. Und wenn ein Kind schon den ganzen Morgen sich nicht nur im Sprachunterricht mit Schreiben auseinandersetzen musste (denn auch im Sachunterricht, bei den Textaufgaben und auch in Musik geht es um Sprachverarbeitung), liegt es auf der Hand, dass die Schreibhausaufgaben nicht mit Jubel begonnen werden.

Bei den vielen Kindern die ich im Laufe der Jahre wegen Teilleistungsstörungen unterstützt habe, sind bei genauerem Hinschauen (fast) bei jedem Kind, neuromotorische Entwicklungsauffälligkeiten zu beobachten, die zusätzlich die Konzentrationsfähigkeit der Kinder negativ beeinflusst. Nicht selten liegt ein AD(H)S Verdacht oder eine Diagnose vor und wird medikamentös mit Ritalin, Medikinet, Sträters, Elvanse alleine oder in Kombination behandelt.

In den folgenden Bereichen finden Sie weitere Informationen darüber, wie neuromotorische Entwicklungsverzögerungen durch persistierende frühkindliche Reflexe ausgelöst werden, und wie sie Auswirkungen auf die die Motorik, das Verhalten, die Konzentrationsfähigkeit und damit in der Konsequenz auch auf das Lernen und schulische Erfolge haben:

Die Behandlung überdauernder frühkindlicher Reflexe bietet die Möglichkeit nicht medikamentös und nicht kognitiv gesteuert über eine Verhaltenstherapie die eigentliche Ursache der Konzentrationsauffälligkeiten zu behandeln.

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