ADHS in Solingen: Kinder können gut lernen, damit zu leben

Wir geben Ihnen hier einige Informationen zum Thema ADHS* in Solingen. Seit einigen Jahren erhält das Phänomen mehr Aufmerksamkeit: ADHS* Kinder stehen dabei im Fokus der Betrachtung, obwohl man inzwischen weiß, dass auch Erwachsene davon betroffen sind. Die Ansichten zu „ADHS* und Kinder“ und den Behandlungs- und Hilfemöglichkeiten sind sehr unterschiedlich. Darum beschäftigen wir uns in den folgenden Abschnitten grundsätzlich damit. Bei weiteren Fragen sind wir gerne für Sie da. Verabreden Sie einen Termin mit uns unter 0212 2335511.

ADHS* bei Kindern diagnostizieren?

Eine typische Elternfrage lautet: Ist der Bewegungsdrang bei unserem Sohn einfach sehr stark oder hat er ADHS*? Kinder sind mit dem ersten Atemzug individuelle Wesen und das mögen wir an ihnen. Auf der anderen Seite wollen viele Eltern, dass der Nachwuchs gut in Schule, Gesellschaft und Sport „ankommt“. Dafür müssen Tochter und Sohn die Normen erkennen und eigenes Handeln steuern lernen. Nicht nur für Kinder mit ADHS* in Solingen beginnt an dieser Stelle die Problematik, dass sich ADHS*- Kinder oft von den auf sie einströmenden Reizen überflutet fühlen und sind so nicht in der Lage sind adäquat – innerhalb erwarteter Normvorstellungen – zu reagieren. Man kann sagen: Diesen kleinen Menschen fehlt die Fähigkeit, wichtige von unwichtigen Reizen zu unterscheiden und Prioritäten zu setzten. Alles ist gleich ansprechend. Das macht unruhig und schnell müde. Die mangelnde Fähigkeit Sinnesreize zu filtern, ist verbunden mit neuromotorischer Unreife.

--------------------------------------------------------------------------------------------
Definition: Aus der neuromotorischen Sicht von INPP ist ADHS* das Symptom einer neuromotorischen Unreife. Die Übertragung von Informationen zwischen den Nervenzellen im Gehirn verläuft anders als bei nicht Betroffenen.

--------------------------------------------------------------------------------------------
Der Mangel an Konzentrationsfähigkeit wird spätestens mit dem Besuch der Schule sichtbar. In diesen Bereichen zeigen die Kinder Leistungsstörungen:

  • Lesen
  • Schreiben
  • Rechnen

Wir empfehlen Eltern und Lehrer bei ADHS* in Solingen genau hinschauen: Liegt wirklich ADHS* vor oder handelt es sich „nur“ um eine Teilleistungsstörung:

  • Lese-Rechtschreibschwäche (https://fiddplus.de/deutsch.html)
  • Dyskalkulie (https://fiddplus.de/mathematik.html)

Im Fall von ADHS* bei Kindern gesellen sich zu den Schwierigkeiten in den Lernfächern außerdem:

  • motorische Ungeschicklichkeit
  • unreguliertes Handeln
  • nicht abwarten können
  • Rumhampeln
  • geringe Aufmerksamkeitsspanne
  • schneller Verlust von Interesse

Die Kinder spüren schnell, dass sie „anders“ sind und öfter den Anforderungen nicht genügen. ADHS* führt bei Kindern in manchen Fällen zum Überspielen – sie werden zum Klassenclown. Andere ziehen sich zurück, werden einsilbig und wirken depressiv.

Sichtbar werden in INPP- Testungen, die in Solingen oder Leverkusen durchgeführt werden können, Entwicklungsauffälligkeiten und Verzögerungen in der neuromotorischen Ausreifung. Oft gehen damit auch Verzögerungen der emotionalen Entwicklung einher.

Welche Gründe gibt es für ADHS* bei Kindern?

Man geht davon aus, dass die Veranlagung zu ADHS*bei Kindern vererbt wird.Adoptions- und Zwillingsstudien legen das nahe. ADHS* bei Kindern wird nicht im Kindes- oder Erwachsenenalter erworben – es ist einfach da und es lassen sich Auffälligkeiten in der neuromotorischen Ausreifung erkennen. Auf den Verlauf von ADHS und ADS bei Kindern haben Erziehung und die Eltern-Kind-Beziehung allerdings Einfluss.

Diese Umwelteinflüsse spielen neben den genetischen Faktoren auch eine Rolle:

  • Stress in der Schwangerschaft
  • Auswirkungen unterschiedlicher Teratogene
  • Sowohl Frühgeburt/ Übertragungen als auch Komplikationen bei der Geburt als auch nachgeburtlich

Zu den sozialen Einflüssen zählen:

  • mangelnde Bewegung im Säuglingsalter ausgelöst durch Babyschalen
  • Bewegungsmangel in der Kinderzeit
  • erhöhter Bildschirmkonsum

Die Forschung gibt als Ursache für ADHS* einen Defekt bei der Reizübertragung im Gehirn an. Beteiligt ist der so genannten Neurotransmitter Dopamin, der bei ADHS* zu gering ist oder dessen Anteil schwankt. Auch Berührungsmangel bzw. ein nicht-angefasst-werden-wollen spielt bei der Ausschüttung des Neurotransmitters Oxytocin und den Wirkungen auf das sympathische Nervensystem eine Rolle.

ADS bei Kindern – wo ist das „H“ geblieben?

Das „H“ steht für Hyperaktivität. Fehlt dieses Merkmal, spricht man von ADS bei Kindern – also einem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. Diese Jungen und Mädchen wirken verträumt. Ihre Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit und Konzentration fallen nicht so stark auf. Sie sind dadurch sogar recht beliebt bei Erziehern und Lehrern, denn sie verhalten sich angepasst und fallen nicht auf. Erst wenn das Notensystem greift, werden Vermutungen zu ADS bei diesen Kindern wach. Warum bringt der Schüler oder die Schülerin keine Noten, die zum Verhalten passen?

ADS bei Kindern ohne oder mit Hyperaktivität hat nichts mit dem Grad der Intelligenz zu tun. Durch die Konzentrationsstörung wird die Intelligenz nicht optimal zur Lösung schulischer oder sozialer Aufgaben genutzt.

Welche Ansätze gibt es für ADHS* in Solingen zur Therapie?

Hinreichend bekannt ist die medikamentöse Behandlung mit dem Wirkstoff Methylphenidat, Jedoch kann eine medikamentöse Therapie erst effektiv in Kombination wirken: Dazu gehören Verhaltenstherapie Link zu Elterncoaching und individuelle Förderung Link zu LRS und Dyskalkulie sowie eine enge Zusammenarbeit mit allen Betroffenen, die Kontakt zum Kind haben.

Es gibt Therapeuten, die ADHS* bei Kindern mit „Anpassungsdefizitsyndrom“ übersetzen. Das Kind selbst ist nicht „krank“, sondern es kann sich nur schwer an die umgebenden Normen anpassen. Diese Einschätzung schließt eine medikamentöse Behandlung weitgehend aus. Sie basiert auf der Erkenntnis, dass neuromotorische Unreifen als Auslöser für Defizite der Sinneswahrnehmungen mitverantwortlich sind. Man setzt stark auf Übungen zur Stabilisierung des Gleichgewichtssystems, der Sinneswahrnehmungen sowie der Hemmung und Integration frühkindlicher Reflexe. 

Die INPP-Therapie, die im FIDD angeboten wird zur Behandlung von ADHS in Solingen, fußt auf der Erkenntnis, dass frühkindliche Reflexe überdauern können und die „normale“ Entwicklung in allen Lebensbereichen behindern. Details sind hier notiert.

Ist eine ADHS*-Behandlung im familiären Rahmen möglich?

Erst das Zusammenspiel von Kind, Familie und Therapeuten hilft wirklich im Falle von ADHS* bei Kindern. Ein konsequenter Erziehungsstil ist dabei die Basis. Damit diese anspruchsvolle Aufgabe gelingt, hat sich ein Elterncoaching (Link setzten) , welches Beziehungssignale fokussiert, in hohem Maße im Alltag bewährt. Eltern lernen Beziehungssignale ihrer Kinder erkennen, um so die Aufmerksamkeit und das Handeln zu steuern. Das wirkt banal. Aber Kinder mit ADHS* haben kurze Aufmerksamkeitsspannen. In denen sollten sie abgeholt und mitgenommen werden. 

ADHS* in Solingen: Das FIDD-Förderinstitut bietet die seit 40 Jahren etablierte INPP Therapie für Kinder an, begleitet von einem Elterncoaching durch Videodiagnostik nach der Intra Act Methode. Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.

*Begriffserklärung: Die korrekte Schreibweise lautet AD(H)S. Zur besseren Lesbarkeit dieses Artikels haben wir auf die Klammern verzichtet.

Erfahrungen & Bewertungen zu FIDD Förderinstitut
Unsere Website verwendet Cookies. Ausführliche Informationen zu Cookies und deren Verwendung finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Durch Klicken auf OK stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weiterlesen …