Furcht- Lähmungsreflex FLR

Der Furcht- Lähmungsreflex entwickelt sich ca. ab der 5.-7. Schwangerschaftswoche und dient vorgeburtlich als Schutz, damit das Baby sich nicht in die Nabelschnur einwickelt. Aus dem Furcht- Lähmungsreflex entwickelt sich ab der 32. Schwangerschaftswoche der Moro der den FLR hemmt. Unter der normalen vaginalen Geburt hat der Furcht- Lähmungsreflex als letzte Aufgabe die Sauerstoffversorgung des Gehirns sicherzustellen.

Seinen Namen hat dieser intrauterine Reflex aus seiner nachgeburtlichen Einflussnahme, wenn er nicht vom Moro gehemmt wurde: Bei Auslösung des FLRs erstarrt die betroffene Person zu Stein, wobei die Facetten nuancenreich sind und Moro Einflüsse immer vorhanden sind. FLR und Moro sind mit allen Sinnessystemen verbunden, sodass sie weitreichende Spuren im emotionalen und sozialen Leben hinterlassen und auch kognitive Strukturen und Verhalten prägen.

FLR/ Moro bereiten das Nervensystem auf lebensbedrohliche Situationen vor indem der Körper auf Flucht oder Kampf eingestellt wird. Das System wird unmittelbar in Erregung versetzt, begleitet von einem schnellen Einatmen, einem (kurzen) Erstarren (FLR- Anteil) und einem anschließenden Aufschrecken (Moro-Anteil). Der FLR wird durch den Parasympathikus gesteuert, der Moro, als der Gegenspieler, durch den Sympathikus. Der parasympathische Teil (FLR) setzt die Körperfunktionen herab, was für den Geburtsvorgang beim Durchtritt durch den Geburtskanal durch den Sauerstoffmangel wichtig ist. Das sympathische Nervensystem (Moro) wird aktiviert, wodurch die beiden Stresshormone Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet werden. Die Atemfrequenz in den oberen Lungenflügeln steigt an (Hyperventilation), der Herzschlag beschleunigt sich, der Blutdruck steigt, die Haut rötet sich (Moro) oder wird auffallend blass (FLR). Das betroffene Individuum befindet sich in einem Teufelskreis, da die vorhandene Reflexaktivität die Stresshormone anregen, welche wiederum zu einer noch höheren Sensibilität in der Reaktion führen. Auslöser und Reaktion sind Teil desselben Systems und beeinflussen sich wechselseitig negativ. Wenn der Moro ausgelöst wird, werden Stresshormone ausgeschüttet welche langfristig das Immunsystem schwächen. Je stärker der Moro agiert, desto schwächer ist das Immunsystem.

Bewältigt werden kann dieser Zustand auf zwei Weisen, je nachdem welcher Anteil höher ist: Bei einem höheren FLR-Anteil wird das betroffene Kind eher mit Rückzug (= Flucht) reagieren, bei einem höheren Moro-Anteil wird das Kind eher mit Aggressionen (=Kampf) reagieren. Der Furcht- Lähmungsreflex FLR wird vom Moro gehemmt und aus der Hemmung des Moros resultiert die Entwicklung der reifen Schreckreaktion. Die Entwicklung der jeweils reiferen Reaktion, hemmt die Aktivierung der vorhergehenden Reaktion.

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